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Aus dem Stand von 0 auf 3 Mandate hechtete das Bürgerforum in Pitten mit Susanne Schmidt, Oliver Strametz und Wolfgang Eckl (Bild). Die SPÖ verliert ein Mandat, dafür holen die Grünen ein zweites. Großer Verlierer in Pitten ist aber die ÖVP, die von 7 auf 4 Mandate abstürzt.
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Foto: Santrucek
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| Bürgermeister Dr. Günter Noraw - SPÖ: "Ich freue mich über das zweitbeste Ergebnis." | Mag. Wolfgang Auer - ÖVP musste einen Verlust von drei Mandaten auf 4 hinnehmen. | DI Werner Moidl - Grüne: "Ich möchte weiterhin gegen die Müllverbrennung kämpfen." | Mag. Susanne Schmidt - Bürgerforum Pitten: "Wir freuen uns über das tolle Ergebnis." |
BUNTE POLITLANDSCHAFT / Eine klare Absage erteilten Pittener Bürger der ÖVP unter Mag. Wolfgang Auer. Das Bürgerforum zieht mit drei Mandaten in Gemeinderat ein.
VON WOLFGANG GLATZL
PITTEN / Mit der vergangenen Gemeinderatswahl ging für viele Pittener ein harter Wahlkampf zu Ende. Die Ergebnisse liegen auf dem Tisch. Es gibt einen klaren Gewinner. Das Bürgerforum Pitten schafft vom Stand weg drei Mandate. Bürgermeister Dr. Günther Moraw und die SPÖ können die absolute Mehrheit halten, verlieren jedoch ein Mandat: "Es ist das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte und darauf sind wir in der SPÖ stolz. Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit im Gemeinderat mit allen Parteien auch in Zukunft gut funktioniert".
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| Mag. Susanne Schmidt, Mag. Oliver Strametz und Ing. Wolfgang Eckl stoßen auf das Ergebnis an. |
Vertreter des Bürgerforums formulierten ein sogenanntes "Manifest zum 14.3." und geben darin an: "Die Demokratie hat gewonnen, das zeigt das Wahlergebnis in Pitten. Darüber freuen sich das Bürgerforum, aber es ist nicht nur eine Freude für uns, sondern ein Signal für alle. Es ist ein Zeichen, dass nicht nur Parteien, sondern auch private Menschen, die nicht den Kopf in den Sand stecken, etwas erreichen können. Jetzt gibt es die Möglichkeit, die Zerstörung von Pitten zu verhindern. Pitten hat einen wichtigen Schritt in eine lebensbejahende Zukunft gemacht, die auch Transparenz in den Entscheidungen des Gemeinderats garantiert."
DI Werner Moidl zeigt sich über das zweite hinzugekommene Mandat erfreut, hat jedoch Bedenken, dass mit Vertretern des Bürgerforums im Gemeinderat ordentlich zusammengearbeitet werden kann: "Wir gehen fünf fürchterlichen Jahren entgegen. Mit der Krawallgruppe wird es schrecklich sein".
Der große Verlierer ist die ÖVP. Von sieben Mandaten ursprünglich verlor sie 3. Mag. Wolfgang Auer konnte vor Redaktionsschluss nicht mehr zum Wahlergebnis befragt werden. Über die möglichen Gründe der Niederlage werden die Verantwortlichen noch gründlich nachzudenken.
PITTEN
Sprengel 2: SPÖ 327, ÖVP 98, Grüne 56, BFP 71. Sprengel 3: SPÖ 208, ÖVP 87, Grüne 48, BFP 35. Sprengel 4: SPÖ 96, ÖVP 58, Grüne 15, BFP 15. WB = Wahlbeteiligung in Prozent; % = Prozent der gültigen Stimmen; M = Mandate. |
WAHLSPLITTER ÖVP Debakel. Für Grünen Gemeinderat DI Moidl liegen die Gründe für den Wählerschwund bei der ÖVP möglicherweise darin, dass diese sich nicht eindeutig zur Causa "Müllverbrennung positioniert hat. |
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Wer hat was gesagt - und vor allem: Wer lügt? Bürgerforum und SPÖ-Bürgermeister liegen einander in den Haaren. Und A.P.F.E.L distanziert sich von den Anschuldigungen des Bürgerforums.
PITTEN. Das Bürgerforum rund
um Susanne Schmidt und Oliver
Strametz beharrt darauf, Material
gesammelt zu haben, das SPÖ-Bgm. Dr. Günter Moraw eine
wichtige Rolle bei der Planung
der Reststoffverbrennungsanlage
in Pitten bescheinigt. Umgekehrt
beschwört Moraw, dass es sich um
eine Schmutzkübelkampagne handelt (die BB berichteten exklusiv).
Das Bürgerforum besteht trotzdem
darauf, dass Moraw gegenüber der
Bevölkerung nicht mit o?enen Karten spielt und bekräftigt abermals
die getätigten Feststellungen beweisen zu können. Als Beispiel wird z.B.
Moraws Vortrag in Fuschl genannt.
Strametz und Schmidt unisono: „Ja
die Wasserkraft war auch ein Teil
des Energie-Vortrages. Was er dem
Bezirksblatt aber zu verheimlichen
versucht, ist sein Engagement bei
Müllverbrennungsanlagen: Folgendermaßen warb Dr. Günter Moraw
GF, Pöyry Energy GmbH, als amtierender Bürgermeister und „Gegner“ der von ihm geplanten Anlage
während des Vortrags Energy 2020
- Energy Conference bei seinem
Vortrag Energiepartnerschaft EU-
Türkei aus Sicht eines österreichischen Engineering- und Consultingunternehmens: „Pöyry war
bisher tätig bei Projekten zur Abfallverbrennung mit mehr als 11,5
Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.“
„Absoluter Unsinn. Die Firma, bei
der ich Geschäftsführer war, plant
sehr erfolgreich Wasserkraftwerke
in der Türkei, aber keine Müllverbrennungsanlagen. Eine von 32
Folien bei meinem angeführten
Wasserkraft-Vortrag behandelte
kurz die Referenzen der finnischen
Pöyry-Gruppe hinsichtlich erneuerbarer Energie, darunter Biomasse,
Wind, Sonne, Abfallwirtschaft und
Geothermie. Zu behaupten, dass
ich durch diesen knappen Hinweis
auf internationale Referenzen der
Pöyry-Gruppe zum Müllverbrennungs-Lobbyisten geworden bin, ist
lächerlich“, kontert der SPÖ-Bürgermeister.
Und das geht durch die Bank so.
Sämtliche formulierte Kritik des
Bürgerforums tut Moraw als „absoluten Unsinn“ vom Tisch. Rückendeckung erhält Dr. Moraw hierbei
auch vom ÖVP-Obmann GGR
Mag. Wolfgang Auer und Umwelt-GR Werner Moidl (Grüne).
Auch die Ex-Gattin des SPÖ-
Bürgermeisters und Hamburger
kritische Frontfrau der Initiative
A.P.F.E.L fühlt sich bemühßigt, sich
von den Äußerungen des Bürgerforums zu distanzieren. In einem
Brief an die Pittener Bevölkerung
betont Brigitta Moraw, dass ihre
„Arbeitsgemeinschaft Pittental für
einwandfreien Lebensraum“ nichts
mit dem Bürgerforum gemein hat.
Die A.P.F.E.L-Frontfrau: „Wir fin-
den es äußerst befremdend, dass vor
allem die Herren Strametz und Eckl
sich besonders als „Müllverbrennungs-Gegner“ hervortun, obwohl
weder Strametz noch Eckl je einen
Blick in die Projektsunterlagen geworfen und auch keinen einzigen
Einwand dagegen verfasst haben.“
Diese Argumente werten Strametz
und Paul Harather von der Bürgerliste als Versuch, dem Bürgermeister
zu helfen. Kommentieren wollten
sie Moraws Brief nicht.
Wie die Bezirksblätter berichteten, taucht laut SPÖ-Bgm. Günter Moraw der Vorwurf der Bestechlichkeit von Gemeindräten in einer Online-Plattform auf. Davon distanzieren sich die Moderatoren Oliver Strametz und Paul Harather (die BB berichteten). Harather: "Ich habe nun doch einen indirekten Bestechungsvorwurf im Forum gefunden. Aber der kam nicht von uns."
Besonders heiß geht es seit Wochen in Pitten her. Vor allem das Bürgerforum, das sich rund um die ehemalige SPÖ-Gemeinderätin Susanne Schmidt formierte, holt oft zum Schlag gegen den amtierenden SPÖ-Bürgermeister Dr. Günter Moraw aus.
Politischen Zündstoff liefert allen voran die geplante Reststoffverbrennungsanlage beim Papiergiganten Hamburger. Aber auch die Planung des neuen Rathauses am Hauptplatz findet nicht bedenkenlos die Zustimmung aller politisch interessierter Pittener. Bürgermeister Moraw zeigte sich bisweilen betont gelassen, meinte zu Angriffen nur: "Es ist halt Wahlkampf." Der teils energische Stil, mit dem das Bürgerforum Kritik am Bürgermeister übt, dividiert die Bewohner aber auseinander. und Moraws ehemalige Gattin und Mastermind der Initiative A.P.F.E.L, legte sogar gesteigerten Wert darauf, dass A.P.F.E.L mit den Angriffen des Bürgerforums gegen den Ortschef nichts zu tun hat.
Bei der Gemeinderatswahl vor fünf Jahren holte die SPÖ 13 der 21 möglichen Mandate, was einer Wählerschaft von rund 57 Prozent entspricht. Sieben Mandate hält die ÖVP und eines wird von den Grünen ausgeübt. 2005 waren 1.771 Pittener wahlberechtigt. 1751 wählten gültig, 20 Stimmen waren für die Katz.
Liste 1 SPÖ
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Liste 2 ÖVP
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Liste 3 Grüne
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Liste 4 Bürgerforum Pitten
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PITTEN / Sie haben zwar ein Ziel- nämlich die Verhinderung der Müllverbrennungsanlage der Firma Hamburger - aber doch gänzlich unterschiedliche Vorstellungen und Argumentationsketten: Die Rede ist vom "Bürgerforum" Pitten, welches nun auch bei der Gemeinderatswahl sein Glück versuchen wird und der Bürgerinitiative A.P.F.E.L.
Diese wendet sich nun auch in einem offenen Brief an die Bevölkerung aus Pitten und Seebenstein: "Wir finden es äußerst befremdend, dass vor allem die Herren Strametz und Eckl sich besonders als Müllverbrennungsgegner hervortun, obwohl weder Strametz noch Eckl je einen Blick in die Projektunterlagen geworfen und auch keinen einzigen Einwand dagegen verfasst haben. Auch wenn Marguerit Zweymüller mit der Gruppe des Bürgerforums nur im Hintergrund kooperiert, möchten wir ebenso festhalten, dass auch sie seit 2008 aus dem Verein A.P.F.E.L. ausgeschieden ist und kein wie immer gearteter Kontakt zwischen ihr und dem Verein besteht", heißt es in der Aussendung. Des Weiteren vermeldet A.P.F.E.L: "Wir haben - nicht nur von Strametz und Harasko - sondern auch von Eberl niveaulose "Beschimpfungs"-Mails erhalten". Für Wolfgang Eckl, Kandidat des Bürgerforums Pitten, will der Verein A.P.F.E.L. einen nicht nachvollziehbaren Streit anzetteln: "Das wird nicht gelingen. Das Bürgerforum ist sich einig!"
Mittlerweile scheinen sich die Fronten zwischen den einzelnen Akteuren aller Parteien so weit verhärtet zu haben, dass laut Bgm. Moraw SPÖ, ÖVP und Grüne sich in einer gemeinsamen Stellungnahme gegen angebliche Untergriffe und unrichtige Behauptungen durch Vertreter des "Bürgerforums" aussprechen. Zu einem der Streitpunkte - auf Plakaten des Bürgerforums steht gedruckt: "Mit Moraw kommt die Müllverbrennung." - heißt es im Dokument: "Hier handelt es sich eindeutig um eine vorsätzliche Wählertäuschung, da der Eindruck vermittelt wird, dass Bgm. Moraw oder der Gemeinderat hier entscheiden können". Zusammenfassend heißt es weiter: "Das gute Klima in der Gemeinde wird vorsätzlich vergiftet und eine eventuell später erforderliche Zusammenarbeit nicht gerade erleichtert".
Zu den Vorwürfen gibt Eckl an: "In keinster Weise wollen wir das Gemeindeklima vergiften sondern klar für unsere Ziele und Werte eintreten und das ganz im Sinne der Pittener. Dabei sagt jeder, was er denkt. Von Schlammschlacht kann keine Rede sein. Das Bürgerforum bringt vielleicht unangenehme Fakten auf den Tisch. Daher ist klar, dass Bgm. Moraw im Hinblick auf die bevorstehende Wahl offenbar nervös ist. Es geht für ihn sowie auch für uns darum, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen."
Anm. Bürgerforum:
Natürlich zieht die Pittener Bürgerinitiative A.P.F.E.L entschlossen an einem Strang mit dem Bürgerforum Pitten, das unter anderem aufzeigt wie tief Bürgermeister Moraw in die Planung der Müllverbrennung verstrickt ist. Die Pittener Bürgerinitiative A.P.F.E.L wird zuweilen mit einem gleichnamigen, der Familie Moraw nahestehenden Privat-Verein verwechselt, der für Falschmeldungen sorgt, wie beispielsweise hier in der NÖN. Der Verein Apfel-Moraw unterstützt den Planer der Müllverbrennung in seinem Wahlkampf. Gerüchte, daß der Pittener Bürgermeister im Gegenzug seinen Wahlwerbern eine Spende aus der Gemeindekassa zugesichert hat, können wir nicht bestätigen.
Das gemeinsame Ziel scheidet die Parteien und die neue Bürgerliste: Die Verhinderung der Müllverbrennung bei Hamburger.
Susanne Schmidt, bis August Mandatarin der SPÖ, wirft sich für das neu gegründete Bürgerforum Pitten in die Wahl. Der Grund dafür ist laut Homepage "der Mangel an Glaubwürdigkeit im Kampf gegen die Müllverbrennung durch die Pittener Gemeindeführung". Also will man die Mehrheit der SPÖ (13 von 21 Mandaten) brechen und bis zu vier Mandate erringen. Die Kritik trifft hauptsächlich Bürgermeister Günter Moraw (SPÖ) und Umweltgemeinderat Werner Moidl (der das einzige Grün-Mandat hält).
Die Kritik an Moidl mutet etwas kurios an, denn: Die Grünen gingen aus der Liste PLUS hervor, die sich 1982 wegen der damals erstmalig angedachten Müllverbrennung gründete. Das Ziel damals wie heute: deren Verhinderung. So hält Moidl die Vorwürfe der Liste für "böswillig": "Sie stellen jetzt in den Raum, die Gemeinde hätte nichts getan."
Bürgermeister Moraw wird auf Plakaten gar vorgeworfen, mit ihm käme der Müllofen. Dem widerspricht die Linie des Ortschefs: "Wir warten auf den Bescheid. Sollte der positiv sein, werden wir Einspruch erheben." Dass Ex-SPÖlerin Schmidt unzufrieden ist, verwundert ihn: "Sie hat bei allen Beschlüssen mitgestimmt." Auch Wolfgang Auer (ÖVP, sieben Mandate) bezieht klar Position gegen die Verbrennung: "Wir sind dagegen, so wie das geplant ist und daran hat sich nichts geändert."
"Vergiftet"
Die Angriffe des Bürgerforums kontern SPÖ, ÖVP und Grüne mittlerweile mit einer gemeinsamen Stellungnahme. Fazit: "Das gute Klima in der Gemeinde wird vorsätzlich vergiftet und eine eventuell später erforderliche Zusammenarbeit nicht gerade erleichtert."
Brisanz in den Wahlkampf bringt eine Aussendung das Vereins A.P.F.E.L., der gegen das Hamburger-Projekt kämpft. Im Postwurf distanziert sich Obfrau Brigitta Moraw von dem Bürgerforum. Sie stellt klar, dass zwar einige Bürgerforum-Kandidaten aus dem Verein kommen, es aber schon 2008 wegen der politischen Ambitionen zur Trennung gekommen war. "Unsachliche und anonyme persönliche Angriffe sind nicht unser Stil", erklärt die Obfrau. Schmidt ist verärgert: Die Aussendung sei "weder für den Wahlkampf noch für den Kampf gegen die Müllverbrennung" sinnvoll.
Wie dieser in erster Instanz ausgeht, bleibt offen: Der Bescheid vom Land dürfte kaum vor dem 14. März zu erwarten sein.
Bezirksblätter Neunkirchen vom 24.2.2010
Schmutzkübel-Kampagne? Polit-Gegner sägt an Glaubwürdigkeit des Ortschefs:Bürgerliste stellt Ortschef in FragePolitik-Skandal oder Schmutzkübel?Bürgerliste erhebt im Zusammenhang mit der Müllverbrennung Vorwürfe gegen SPÖ-Bgm. Günter MorawWelche Rolle spielte der amtierende SPÖ-Bgm. Dr. Günter Moraw in der Planung der Reststoffwerbrennungsanlage bei Hamburger? So wie es die Pittener Bürgerliste sieht, eine entscheidende. Moraw hält dagegen und spricht von einer "Schmutzkübel-Kampagne".
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GR Susanne Schmidt und ihre Bürgerliste kritisierten... |
SPÖ-Bgm. Günter Moraw und seine Rolle bei Pöyry.Fotos: Santrucek |
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PITTEN. Eines Tages hatte diese Kritik ja laut werden müssen: SPÖ-Bgm. Dr. Günter Moraw war vor seiner Wahl zum Bürgermeister bei jener Firma - der Verbundplan (Pöyry) - Geschäftsführer, welche an der Planung der Müllverbrennungsanlage für das Unternehmen Hamburger in Pitten beteiligt war. „So wie 14 andere Firmen auch“, betont Bgm. Moraw.
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Aktivitäten, die Wasser auf den Mühlen seiner politischen Kontrahenten sind. Die Bürgerlisten-Nr. 1, Susanne Schmidt und ihr Mitstreiter, Oliver Strametz, behaupten nämlich, brisantes Material zur Rolle Moraws in diesem „Müll-Krimi“ zusammengetragen zu haben: „Und wir können alles belegen.“ Die Bezirksblätter konfrontierten den SPÖ-Bürgermeister mit den Vorwürfen der Bürgerliste. Etwa mit dem Vertrag zur Planung der Müllverbrennungsanlage über 500.000 Euro. Diesen soll Moraw - damals „nur“ SPÖ-Gemeinderat - Schmidt zufolge „heimlich unterschrieben“ haben. Bgm. Moraw: „Erstens stimmt der Betrag nicht; der war deutlich niedriger; und zweitens habe ich sämtliche Verantwortungen für das Projekt abgegeben, als ich Bürgermeister geworden bin.“ Aber auch daran zweifelt man bei der Bürgerliste.
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Der Betrag von 500.000 Euro wurde dem versammelten Bürgerbeirat am 6.4.2006 vom Hamburger-Geschäftsführer Harald Gansterer genannt. Wer sagt die Wahrheit? Hamburger mit 500.000,- oder jetzt im Wahlkampf auf einmal Moraw mit "deutlich weniger". Wir vom BÜRGERFORUM sind für die Offenlegung des Vertrags, schon allein weil der Vertragsgegenstand, die Müllverbrennung, im öffentlichen Interesse liegt. Die Aussage, sämtliche Verantwortungen für das Projekt abgegeben zu haben, bestätigt, dass Moraw als Gemeinderat die direkte Verantwortung für das heimlich geplante Müllverbrennungs-Projekt in Pitten hatte. |
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Ihre Behauptung, erst im Jänner 2006 - lange nachdem Moraw das Bürgermeisteramt angetreten hatte - wurde offiziell, dass er Geschäftsführer der Planung der Müllverbrennung war, erzürnt den SPÖ-Ortschef: „Ich sage nix mehr dazu. Jeder hat gewusst, dass ich bei der Verbundplan Geschäftsführer war - und als solcher war ich rechtlich für alle Aktivitäten verantwortlich. Sollen sie anschneiden, was sie wollen. Die Position der Gemeinde ist aber eindeutig dokumentiert. Wir haben alle Bescheide angefochten, wo es notwendig war. Wir haben Gutachter beauftragt. Das ist eine reine Schmutzkübel-Kampagne.“ |
Uns war damals Moraw als Geschäftsführer der Verbundplan nicht bekannt, bzw. fehlte dieser Tatsache damals die Brisanz, da zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich bekannt war, dass die Verbundplan eine Müllverbrennungsanlage in Pitten plant. Nicht angefochten wurde z.B.: - der Feststellungsbescheid über 45.000 t Klärschlammverbrennung, - die Gemeinde hat in das UVP-Verfahren kein Gutachten zum Thema Gesundheit (Krebssterblichkeit) eingebracht, - kein Immissionsgutachten beauftragt, - für das UVP-Verfahren eine Rechtsanwaltskanzlei beauftragt, die darauf spezialisiert ist, Industrie-Interessen zu vertreten, - nicht adequat auf Hinweise auf erhöhte Dioxinwerte im Pittental reagiert. |
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Oliver Strametz: „Wenn Moraw tatsächlich sämtliche Verantwortungen bei Pöyry abgegeben hat, wie passte dann der Auftritt Moraws im Schloss Fuschl bei Salzburg im August 2007 dazu, wo er Jaakko Pöyry in einem Vortrag bewirbt. Darin heißt es etwa: Wir bieten am Energiesektor den gesamten Regelkreis, von Bewertungen bis zur Realisierung an, und schaffen Mehrwert für unsere Kunden.“ Moraw: „Dort habe ich über Wasserkraftwerke in der Türkei gesprochen!“
"Ich kann mir im Hinblick auf die Müllverbrennung absolut Null vorwerfen." GÜNTER MORAW, SPÖ-BGM. PITTEN |
In Moraws Vortragsunterlagen heißt es wörtlich: "Jaakko Pöyry war bisher tätig bei Projekten zur Abfallverbrennung mit mehr als 11.500.000 Tonnen pro Jahr Abfall." | ||||
Denn ganz getrennt hat sich Dr. Moraw von der Pöyry doch nicht. Wie der Ortschef im Bezirksblätter-Gespräch vergangenen Mittwoch einräumte: „Bin ich bei der Firma, wenn notwendig, noch als Berater tätig. Aber ausschließlich für Wasserkraftprojekte. Und das auch nur sehr selten.“
online-Angriffe auf Moraw und Co |
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Bürgermeister Moraw geht zum Gegenangriff über und übt Kritik an einer Internet-Plattform, die von Mitstreitern Schmidts moderiert wird. Der SPÖ-Ortschef: „Darin ist zu lesen, wann der jetzige Bürgermeister mit seiner Marionettentruppe zum Teufel gejagt wird. Und auch ein öffentliches WC wird gefordert, das man dann als Moidl-Moraw Scheißhaus bezeichnen sollte. Auch Bestechlichkeit wird den Gemeinderäten vorgeworfen. Natürlich alles ganz anonym. Ich finde diesen Stil einfach arg.“ Rechtliche Schritte will Moraw aber nicht einleiten: „Es ist halt Wahlkampf. Solange es nicht gegen meine Familie geht...“
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Bei der angesprochenen Internet-Plattform handelt es sich um ein öffentliches Forum, in welches jeder Bürger Beiträge einstellen kann und für die eigenen Inhalte selbst verantwortlich ist. Moraws Familie wurde ausschließlich von ihm selbst in den Wahlkampf hineingezogen: in seiner Wahlkampfaussendung stellt ein Foto die Jugend Pittens dar, die ausschließlich aus seinen drei eigenen Kindern besteht. |
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Kleine Pittener Zeitung Nr. 74, Februar 2010
Mag. Susanne Schmidt
Mag. Oliver Strametz
Ing. Wolfgang Eckl
Dr. Christa Grünwald
Dipl.-Ing. Dr. Gerald Harasko
Univ. Doz. Mag. Paul Harather
Dipl.-Kfm. Jens E. Schmidt
Bote aus der Buckligen Welt vom Februar 2010
Am 14. März sind Gemeinderatswahlen in Niederösterreich. Und so gut die amtierenden Ortschefs auch meinen, ihre „Schäfchen“ zu kennen, so schwierig ist wohl die tatsächliche Einschätzung.
| Immer mehr Wahlberechtigte
lassen sich immer weniger auf
eine einzige Partei festlegen.
Oft wird die endgültige Entscheidung erst in der Wahlkabine getroffen. Hinzu kommt bei
der heurigen Wahl eine noch
viel größere Unbekannte: Die
neue Gruppe der Jungwähler - erstmals wählen auch die
16-jährigen ihren Gemeinderat.
Traditionell finden sich in dieser
Gruppe relativ viele FPÖ-Wähler, was aber vor allem an dem wenig attraktiven Angebot der
beiden Großparteien liegt. Zwar hat man die Jungen durchaus als wichtige Wählerschaft zur Kenntnis genommen, sich auch tatsächlich auf Augenhöhe mit ihnen zu bewegen gelingt den „Großen“ aber noch lange nicht. Wo die Jungen aber tatsächlich ihr Kreuzerl setzen werden, wird wohl erst die Analyse nach der Wahl zeigen. |
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Ein weiteres, nur sehr schwer
einschätzbares Phänomen, sind
die Bürgerlisten, die sich vor
den Wahlen aus Mangel an zufriedenstellenden Alternativen
gründen. Egal ob Politneulinge
oder ehemalige Parteitreue, die
sich in der eigenen Partei nicht
mehr verstanden fühlen - wie
groß der Erfolg einer solchen
Bürgerliste ist, lässt sich im
Vorhinein nur sehr schwer abschätzen. Von Seiten der ÖVP
und SPÖ sieht man diese Entwicklungen scheinbar gelassen
und so heißt es oft nur lapidar
„jedes weitere Angebot ist ein
mehr an Demokratie“. Wirklich freuen wird sich aber wohl
kaum ein Bürgermeister über
die neue Konkurrenz.
Wenn sich eine Bürgerliste
aus der Spaltung einer Partei
ergibt, hat sie wohl die größte
Chance, zu überleben. Die ehemalige Bürgerliste in Kirchschlag
ist vielleicht nicht das beste Beispiel dafür, nachdem für sie mit
dem Rückzug des Bürgermeisters das Feindbild weggefallen war. Aber es gibt auch andere
Beispiele: Etwa in Bad Sauerbrunn oder Neudörfl - nur einen
Katzensprung von unserem
nordöstlichen Regionsrand entfernt - sind die Bürgerlisten eine
bestimmende Größe.
In Bad Sauerbrunn stellt sie
sogar mit Gerhard Hutter den
Bürgermeister, während in Neudörfl Robert Meixner die einst
sehr starke ÖVP total „aufgemacht“ hat. 2007 erstmals für
die Bürgerliste angetreten, hat
der ehemalige Rot-Kreuz Bezirksstellenleiter von Wiener
Neustadt mit der Liste „Pro
Neudörfl“ auf Anhieb 31% der
Stimmen erhalten und ist mit 8
Mandaten ein kräftiger Gegenpol zum SPÖ Bürgermeister.
Die ÖVP spielt mit 2 Mandaten
nur mehr eine bescheidene Nebenrolle.
In Pitten formiert sich ebenfalls eine neue Gruppierung zum
bestehenden Parteiangebot.
Aus den Bürgerinitiativen rund
um den Widerstand gegen die Müllverbrennung der Papierfabrik Hamburger hat sich ein
eigenes Bürgerforum gebildet,
das mit dem Verhalten von Bürgermeister und Umweltgemeinderat in der Causa unzufrieden
ist.
An der Spitze stehen Susanne Schmidt, die zuvor als SPÖ
Mandatarin und derzeit als „Wilde“ im Gemeinderat tätig ist
sowie Oliver Strametz. Ziel für
die Wahlen ist die Mehrheit der
SPÖ zu brechen und damit eine
Mitsprache im Gemeinderat, um
unter anderem verstärkt für die
Verhinderung der Müllverbrennungsanlage und eine durchschaubare Gemeindepolitik zu
kämpfen.
Wie erfolgreich die „Neuen“
sein werden, wird wohl erst am
Wahlabend feststehen. Eines
ist aber jetzt schon sicher - es
bleibt auch die nächsten fünf
Jahre spannend.
Johann Tomsich
Cornelia Hütter
Bezirksblätter Neunkirchen vom 13.1.2010
Das Team rund um Susanne Schmidt (Bildmitte) will die Bürger verstärkt einbinden. Foto: Santrucek
BEZIRKSBLATT: Die Bewegung wurde gegründet, weil...?
SUSANNE SCHMIDT: "Weil wir eine Gegeninitiative zu den bestehenden stark verankerten Parteien im Gemeinderat finden wollen. Unser Hauptfokus heißt: Keine Parteipolitik, sondern Sachpolitik. Die Anliegen der Bürger steht bei uns ganz oben. Wir treten aber nicht aktiv gegen die SPÖ, Grüne usw. auf."
BEZIRKSBLATT: Mit wie vielen Mandaten rechnen Sie?
SUSANNE SCHMIDT: "Mit vielen. Unsere Aktivitäten werden im Jänner und im Februar stattfinden."
BEZIRKSBLATT: Und wie viele wären denn nötig?
SUSANNE SCHMIDT: "Es wäre gut, wenn die absolute Mehrheit gebrochen würde. Ob wir oder die ÖVP die Stimmen bekommen, ist nicht so wesentlich. Allerdings müsste sich auch die Mentalität der jetzigen Oppositionsparteien ändern. Man hat den Bürger von allen Entscheidungsprozessen entfernt. Das wollen wir verändern. Man kann zwar nicht alle bei jedem Thema mitreden lassen, da es sonst nie Entscheidungen gibt, aber z.B. beim Thema Gemeindeamtsneubau sollten die Bürger eingebunden werden."
BEZIRKSBLATT: Zweifler an Ihrer Bürgerliste halten den Zeitpunkt zur Präsentation der Bürgerliste nicht für sonderlich günstig. Denken Sie, Sie sind zu früh an die Öffentlichkeit getreten?
SUSANNE SCHMIDT: "Wichtig ist, dass die Leute mehr Zeit haben, sich die Bürgerliste in Erinnerung zu rufen."
BEZIRKSBLATT: Was macht Pittens Bürgerliste anders, als eine SPÖ, ÖVP, die Grünen und all die anderen?
SUSANNE SCHMIDT: "Wir hören zu. Wir hören, was die Leute wollen, was sie denken... und wir werden alle mitreden lassen."
BEZIRKSBLATT: Welchen politischen Fraktionen stehen Sie nahe?
SUSANNE SCHMIDT: "Wir sind keine politische Partei. Aber wir distanzieren uns von Rechtsradikalismus und Linksradikalen. Wir stehen den Bürgern nahe. Und es besteht bei bestimmten Problemen die Möglichkeit, dass alle Parteien zusammenarbeiten. Es gibt genügend Probleme auf Gemeindeebene wo man sich leicht, über ideologische Grenzen hinweg einigen könnte."
BEZIRKSBLATT: Warum tritt die Bürgerliste jetzt in Erscheinung und mischte nicht schon bei der Gemeinderatswahl 2005 mit?
SUSANNE SCHMIDT: "Die letzten fünf Jahre der Gemeindepolitik haben stark zur Gründung beigetragen. Die Müllverbrennungvon Hamburger war sicher ein großer Auslöser. Der Kampf gegen die Müllverbrennung wurde von der Gemeindeführung schwach und spät aufgenommen, und bestimmte Anregungen von Bürgern wurden entweder überhaupt nicht beachtet oder nur sehr zögernd aufgenommen. Man hätte ja z.B. längere Fristen für Gutachten bei Hamburger haben können. Stattdessen wurden die minimalen Fristen gewählt. Bei der Wahl 2005 und dem Amtsantritt von Bürgermeister Moraw bestand noch die große Hoffnung, dass sich etwas ändern wird..."
BEZIRKSBLATT: Verfügt ein Teil Ihres Teams bereits über politische Erfahrungen als Gemeinderat oder als Ex-Gemeinderat?
SUSANNE SCHMIDT: "Ich bin über die SPÖ in den Gemeinderat gekommen. Aber ich bin kein Parteimitglied. Und seit August 2009 sitze ich als Fraktionslose im Gemeinderat. In der Folge hat man mich aus den Ausschüssen hinauskomplimentiert."
Interview: Thomas Santrucek
PITTEN / Eine neue Liste, das „BÜRGERFORUM - Pitten“, formiert sich rund um Spitzenkandidatin Susanna Schmidt. Sie will aktive Gemeindepolitik betreiben.
VON WOLFGANG GLATZL
Kleine Pittener Zeitung Nr. 73, Nov/Dez '09
Kleine Pittener Zeitung Nr. 72, August 2009
Drei Monate vor den niederösterreichischen Gemeinderatswahlen soll in Pitten eine neue so genannte wahlwerbende Gruppe, das „BÜRGERFORUM - Pitten“ gegründet werden und die politische Landschaft verändern. Das übergeordnete Ziel sei, nach den Wahlen so stark zu sein, dass sinnvoll im Gemeinderat mitgearbeitet werden kann, informiert Mitstreiter Mag. Oliver Strametz. Spitzenkandidatin Mag. Susanne Schmidt, Mutter eines Kindes und karenzierte Mitarbeiterin im Finanzwesen eines Wiener Unternehmens, hat als parteilose Gemeinderätin für die SPÖ bereits Erfahrung in der Kommunalpolitik gesammelt.
„Unzufriedenheit war Grund für meine Kandidatur“
„Ausschlaggebend für meine Kandidatur ist die Art und Weise, wie die Gemeinde bisher mit der von der Firma Hamburger überraschend geplanten zweiten Müllverbrennung umgegangen ist“, erklärt die Neo-Spitzenkandidatin Schmidt. Als weiteres wichtiges Ziel in der kommunalen Arbeit nennt Strametz die Weiterentwicklung von Pitten, insbesondere in Bezug auf Chancen, welche sich durch die in Bad Erlach entstandene „Asia Therme“ ergeben könnten. Nachhaltige und vorausschauende Planung wären dafür die grundlegende Voraussetzung.
Strametz zeigt sich weiter unzufrieden über den Planungsverlauf zum neuen Gemeindeamt. „Ich finde es bedenklich, dass kompetente und engagierte Pittener nicht in wichtige Entscheidungen eingebunden werden.“ Schmidt fügt hinzu, dass die Anforderungen für die Planung im Vorfeld nicht ausreichend kommuniziert worden seien, hofft aber, dass „die Parteipolitik nicht die Augen verschließt und am Ende das Wohl der Pittener Bürger im Vordergrund steht.“
Auf die Frage, welche weiteren politischen Themen im Mittelpunkt stehen werden, geben die beiden an, bereits Konzepte für die Jugendarbeit in der Schublade zu haben.
„Es muss auch dafür Geld in die Hand genommen werden, wenn sich etwas verbessern soll“, fordert Schmidt. Außerdem solle alternative und umweltfreundliche Energie, wie auch innovative Technologie, auf Gemeindeebene besser gefördert werden. Als weitere Gefolgsleute wurden unter anderem die Familie Grünwald, Filmemacher Paul Harather, Softwaretechniker Dr. Gerald Harasko und Ing. Wolfgang Eckl genannt. Der amtierende Bürgermeister (SPÖ) Dr. Moraw meint zur aktuellen Entwicklung, es sei in einem demokratischen Staat etwas ganz Normales, dass sich politische Gruppen neu bilden, er erwarte sich jedoch dadurch keine großen Änderungen.
„Mehr kulturelles Angebot und bessere Umweltarbeit“
„Wir wollen durch zusätzliche kulturelle Angebote auch das Flair unserer Gemeinde verbessern, den Nahtourismus stärker in den Fokus rücken und so der aktuellen Angstpolitik der Firma Hamburger begegnen“, betont Schmidt in einem abschließenden Statement.
PolitikNews
Das BÜRGERFORUM
Liebe BürgerInnen aus Pitten, Leiding, Inzenhof und Sautern,
in den letzten Wochen sind viele an uns herangetreten mit der
Frage „Was sind denn eigentlich die Ziele des Bürgerforums?“.
Wir möchten Ihnen unsere Ziele gerne näher erläutern und einige Hintergründe zur Entstehung des Bürgerforums darlegen.
Zusammengefasst:
das Bürgerforum ist nicht ident mit der Bürgerinitiative Pitten, nicht die Bürgerinitiative wird bei der
kommenden GR Wahl 2010 kandidieren
JA -
viele der Mitglieder der Bürgerinitiative engagieren
sich nun ebenfalls im Bürgerforum
JA -
die Bürgerinitiative kämpft weiterhin intensiv für
alle PittenerInnen gegen die überraschend geplante
zweite Müllverbrennung der Firma Hamburger
JA -
eines der obersten Ziele des Bürgerforums ist den
Müllverbrennungsstandort Pitten/Seebenstein zu
verhindern
Das hat sich das Bürgerforum zum Ziel gesetzt:
Durch die Arbeit gegen die Müllverbrennungsanlage der vergangenen Jahre haben wir erkannt, dass es in Pitten dringend
nötig ist die bestehende Gemeindepolitik aufzurütteln. Es ist
daher dringend nötig mehr Fragen und vor allem die richtigen
Fragen zu stellen und auch auf Antworten zu beharren. Zuviel
wird hinter verschlossenen Türen beschlossen, zuwenig Hintergrundinformationen werden an die Bürger aber leider auch
an die Gemeinderäte weitergegeben. Wichtige Beschlüsse
werden gefasst ohne alle Fakten auf den Tisch zu legen. Die
oberste Gemeindeführung wird nicht hinterfragt.
Das ist auch der Grund warum vor einiger Zeit von der Gemeinde ein Grundsatzbeschluss zur geplanten Müllverbrennungsanlage gefasst wurde. Dort heißt es, es darf zu keiner Verschlechterung der bestehenden Belastungen kommen.
Allerdings wurde die „derzeitige Belastung“ nicht definiert.
Das konnte auch gar nicht gemacht werden, denn woran sollte
diese denn gemessen werden? An den genehmigten Abgasgrenzen der Klärschlammverbrennung? An den tatsächlichen
Mengen, die verbrannt werden? W. Hamburger hat in den letzten Jahren die genehmigten Mengen um 300% bis 500%
überschritten! Es glaubt wohl niemand, dass es bei diesen
Mengen keine zusätzliche Belastung an Giftstoffen gegeben
hat! Leider hat es die Gemeinde – im speziellen der für dieses Thema verantwortliche Umweltgemeinderat W. Moidl
– bisher verabsäumt, etwas dagegen zu unternehmen. Auch
in das laufende Verfahren zur eingereichten Müllverbrennungsanlage hat man diese Tatsachen nicht einfließen lassen und
damit eine Chance auf Verhinderung der Anlage sausen
lassen.
Ein Beispiel: Wenn jemand durch das Gemeindegebiet immer
wieder zu schnell mit dem Auto fährt – zuerst 60km/h, dann
100km/h, dann 150km/h und schließlich 200km/h (!) würde die
Gemeinde raschest etwas gegen eine solche Gefährdung der
Menschen unternehmen.
Nun bläst die Fa. Hamburger seit Jahren froh und munter tonnenweise Schadstoffe in die Luft, vor unsere Fenster und Türen, in unsere Gärten und Felder, in unsere Lungen – ohne
Genehmigung. Und was tut die Gemeinde in diesem Fall zum
Schutz der Bürger? Man beruft sich auf einen Bescheid der
Behörde in dem der Fa. Hamburger nachträglich diese Gesetzesübertretung genehmigt wurde. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung wurde für diese Überschreitungen nie durchgeführt.
Ein Frage liebe Pittenerinnen und Pittener – sollte der Raser
aus unserem Beispiel von der Behörde nachträglich die Genehmigung erhalten mit 200km/h durch unser Pitten zu düsen,
würden wir uns damit einfach abfinden?
Sollen wir wirklich akzeptieren, dass der zuständige
Umweltgemeinderat sagt, er könne nichts tun, das ist Sache
der Behörde? Warum hat der Umweltgemeinderat mit seinen
guten Kontakten zur Firma Hamburger der Bevölkerung diese
eklatante Überschreitung der genehmigten Mengen einfach
verheimlicht?
Und das ist es was wir uns zum Ziel gesetzt haben. Wir
hinterfragen, rütteln auf, zeigen auf, liefern Ideen und
arbeiten an deren Umsetzung mit. Wir möchten Raum für
mehr Bürgerbeteiligung schaffen und Vorgehensweisen wie
sie derzeit bei der Planung eines neuen Gemeindeamtes
passieren, verhindern. Es geht hier nicht um Parteipolitik – dafür
ist in einem kleinen Ort wie Pitten kein Platz. Es geht nicht z.B.
um Steuerreform o.ä. Es geht um jeden einzelnen von uns, um
unseren Lebensraum und die Zukunft hier.
Eines aber möchten wir klarstellen – es gibt einige sehr
engagierte Gemeinderäte in Pitten deren Arbeit wir sehr
schätzen. Doch es könnten mehr sein! Wir möchten durch
unsere Arbeit dieses Engagement erweitern.
Im Jänner 2010 werden wir Ihnen unsere Kandidatenliste
bekannt geben.
Mit den besten Wünschen für die kommenden Feiertage,
PolitikNews
Eine neue Kraft:
Das BÜRGERFORUM stellt sich vor.
Wir haben einen schönen Heimatort, auf den wir
stolz sein können. Pitten galt immer schon als das Tor zur
Buckligen Welt, als das klimatisch außergewöhnliche Meran
Niederösterreichs, als der Eingang in eine Region, in der man
in Partnerschaft mit der Natur leben kann. Ein lebenswertes
Plätzchen, das vieles bietet, was anderswo fehlt.
Die Nähe zur Natur, gleichzeitig eine gute Verkehrsanbindung,
Ruhe, genügend Raum für Jung und Alt, relativer ökonomischer
Wohlstand.
Volksbefragung
In einer Volksbefragung haben sich mehr als 80% der
Wahlteilnehmer gegen die Errichtung einer Müllverbrennung
ausgesprochen.
Viele wissen: die speziellen landschaftlichen Gegebenheiten
von Pitten mit den höher gelegenen Orten Leiding und
Inzenhof wurden in dem Vorhaben nicht berücksichtigt, der
Gesundheitszustand der Bevölkerung nicht erhoben, die
Zunahme von Schadstoffen durch die neue Anlage als nicht
relevant bezeichnet, wie der Schwerverkehr der vor allem
Sautern jetzt schon betrifft.
Wir finden: Unsere Antwort, das klare NEIN zur
Müllverbrennung, darf nicht im Sand verlaufen.
Diese Wahlentscheidung ist ernst zu nehmen!
Überraschend geplante zweite Müllverbrennung
Wir, das sind die Bürger Pittens, die schon lange und weiterhin
eine Verhinderung der überraschend geplanten zweiten
Müllverbrennung als ihr größtes Anliegen sehen (Hamburger
hat bereits jetzt schon eine Restfasermüllverbrennng). Das
sehen leider nicht alle so, viele geben sich zwar kämpferisch,
verharmlosen, wiegeln ab und machen damit etwas möglich,
was wir, die Bürger Pittens, nicht haben wollen. Es zeigte sich,
dass manche von uns das Vertrauen in die Gemeindeführung
verloren haben.
„Das machen die sowieso nur unter sich aus“ denken viele. Bei
vielen macht sich zusehends Resignation breit. „Man kann eh´
nix ändern“ ist was man überall hört.
Wir können dies ändern
Als BÜRGERFORUM wollen wir alle Möglichkeiten des
Rechtsstaates nutzen um das Vorhaben zu verhindern.
Wir haben unsere Freizeit geopfert um den Gutachten von
Hamburger und den Behörden fachlich fundiert mit Einwänden
zu entgegnen. Wir haben mit privaten Mitteln und ohne
Unterstützung der Gemeinde Anwälte fi nanziert, die wesentliche
Einsprüche formuliert haben.
Lokale Politik hemmt die Gegner der
Müllverbrennung
Es ist zu fürchten, dass die Politik trotz aller Lippenbekenntnisse
die Anlage unterstützt. Das ist einer von vielen Gründen, warum
Pitten ein BÜRGERFORUM braucht. Unsere Recherchen
haben gezeigt, dass der Abfall, den Hamburger jetzt schon
verbrennt und die Schadstoffmenge, die in die Luft geblasen
wird, von den Behörden unzureichend kontrolliert wird. Auch
die lokale Politik unterstützt diese Vorgangsweise. Das ist ein
Hauptgrund warum das Bürgerforum Teil des Gemeinderates
werden will.
Wir erhoffen uns keine Vorteile aus Mitgliedschaften von
Parteien. Wir haben motivierte Jugendliche in unseren Reihen
und erfahrene Senioren. Viele unserer Mitglieder stehen voll im
Berufsleben.
Die Verhinderung der Müllverbrennungsanlage ist nicht unser
einziges Anliegen. Unser Augenmerk gehört ebenso der
wirtschaftlichen und touristischen Weiterentwicklung
der Region um Pitten, die bald wieder zunehmenden
Regionaltourismus für sich gewinnen will.
Wir stellen uns aktuellen Problemen und suchen
nach Lösungen
Dazu gehört, dass wir den Jugendlichen mehr bieten wollen als
fehlende Freizeitmöglichkeiten, nämlich Raum für Kreativität
und Visionen.
Die Senioren sollen sich in unserer Gemeinde wohl und sicher
fühlen – und gehört werden.
Jungen Familien muss eine saubere Umwelt geboten werden,
damit sie in Pitten bleiben und sich wohl fühlen, ohne Angst um
die Gesundheit ihrer Kinder.
Mitbestimmung für die Bürger
Was uns auch noch ganz wichtig ist: Dafür sorgen, dass
die Pittener bei wichtigen Entscheidungen mitreden und
mitbestimmen können. Sie sollen wissen, was im Gemeinderat
beschlossen wird und auch bei Gemeinderatssitzungen
Fragen stellen können. So darf zum Beispiel ein neues
Gemeindeamt, das auf Jahrzehnte hinaus die Gemeinde
fi nanziell belastet, nicht vom Gemeinderat beschlossen werden,
ohne die Bevölkerung zu befragen.
Unsere Ideen, das Resultat angeregter Diskussionen,
präsentieren wir Ihnen im Herbst/Winter dieses Jahres. Viele
Ideen werden von Ihnen kommen, denn Sie alle sind Bürger
von Pitten. Sie alle sind das BÜRGERFORUM.
Das BÜRGERFORUM ist eine überparteiliche
Initiative
Wir werden versuchen die Zukunft nicht im Sinne politischer
Parteien sondern im Sinne der Pittener zu gestalten.
Pittener Gemeinderätin engagiert sich für das BÜRGERFORUM
Es freut uns besonders, dass die Pittener Gemeinderätin
Frau Mag. Susanne Schmidt bei den kommenden
Gemeinderatswahlen im Namen des BÜRGERFORUMS antritt
und um das Vertrauen aller Pittener werben wird. Mag. Susanne
Schmidt ist derzeit parteilose Gemeinderätin.
Sie hat eine junge Familie und ist Controllerin in einem großen
österreichischen Wirtschaftsunternehmen.
Das Miteinander hat längst begonnen.
Zusammen sind wir stark. Zusammen können wir vieles
bewegen.
Das BÜRGERFORUM
wird im Frühjahr
2010 bei den
Gemeinderatswahlen
kandidieren.
Susanne Schmidt
Email: susanne.schmidt@buergerforum.org
Tel.: 85593
Oliver Strametz (Bürgerinitiative APFEL )
Email: oliver.strametz@buergerforum.org
Tel.: 0699 / 1717 1967